Alina's Endometriose Story
- vor 2 Tagen
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Ich bin Alina. Gerne erzähle ich dir von meiner Erkrankung mit Endometriose und Adenomyose und wie alles begann... Mit 12 bekam ich meine erste Periode – in der Nacht davor habe ich durchgehend vor Schmerzen geschrien und geweint und aus Sorge bei meinen Eltern im Bett übernachtet. Meine Eltern wollten am nächsten Morgen mit mir ins Krankenhaus fahren, weil sie eine Blinddarmentzündung vermuteten.
Kurz bevor wir losfuhren und ich noch einmal auf Toilette musste, wurde klar: Es ist meine Periode.
Seit diesem Tag hatte ich keinen einzigen schmerzfreien Zyklus mehr. In der Schulzeit musste mich meine Mutter oft abholen, weil ich vor Schmerzen kaum sitzen oder laufen konnte. Lehrer glaubten mir nicht und hielten mich für überdramatisch. Auch mein Schmerzmittelkonsum wurde oft von den Lehrern kommentiert – dabei war Ibuprofen der einzige Weg, irgendwie durch den Tag zu kommen.
Schon früh war ich häufiger bei Frauenärzten als meine Mitschülerinnen. Mit 13 äußerte meine Gynäkologin den Verdacht auf Endometriose, verschrieb mir aber gleichzeitig direkt die Pille. Insgesamt habe ich sechs oder sieben Präparate ausprobiert – immer in der Hoffnung, dass eines endlich hilft. Für eine OP war ich damals „zu jung“.
Mit jedem Termin kamen neue Befunde dazu: Zysten, eine ausgeprägte Adenomyose. Einen unauffälligen Termin kenne ich nicht – vielleicht habe ich deshalb bis heute Angst vor Frauenarztbesuchen.
Heute bin ich 27, nehme seit drei Jahren die Zafrilla und hatte letztes Jahr endlich meine erste Bauchspiegelung. Endometriosezysten wurden entfernt, die Adenomyose bestätigt. Obwohl ich es innerlich immer wusste, war es etwas anderes, es schwarz auf weiß zu lesen. Es hat mir gezeigt: Ich bilde mir meine Schmerzen nicht ein. Eine endgültige Lösung gibt es trotzdem nicht. Oft fühle ich mich wie ein Versuchskaninchen – immer neue Präparate, neue Kombinationen (zuletzt eine Hormonspirale in Kombination mit der Pille)…neue Hoffnungen. Endometriose ist für mich so viel mehr als „nur“ Periodenschmerz: Trotz unterdrückter Periode habe ich täglich Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Unverträglichkeiten, Schlafprobleme und vieles mehr. Und obwohl ich seit so vielen Jahren damit lebe, gibt es Tage, an denen ich mich wieder wie die 12-jährige Alina fühle – verzweifelt und müde.
Der Unterschied ist: Heute weiß ich, dass ich nicht allein bin.
Ein Brief an Lena: Danke für deine Aufklärung. Ich hoffe, dass künftig mehr geforscht wird und junge Mädchen ernster genommen werden, als ich es damals wurde. Denn nichts ist schlimmer, als zu leiden und das Gefühl zu haben, niemand versteht es.
>> Adenomyose ist eine gutartige, aber schmerzhafte Erkrankung der Gebärmutter, bei der sich Gewebe, das normalerweise die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auskleidet, in die Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) hineinverlagert. Dadurch kann es zu starken Regelschmerzen, verstärktem Blutfluss, Krämpfen, chronischen Unterleibsschmerzenund manchmal zu Unfruchtbarkeit kommen. Die Ursache ist noch nicht vollständig geklärt, aber oft tritt sie zusammen mit Endometriose auf. <<
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