12. Mai. 20 @endomood_ short story.
- 11. Juni 2021
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. März
„Sie haben Endometriose!“ – Endo was?
Der Mai 2020 hat mein Leben komplett verändert. Plötzlich hatten all die Schmerzen und Symptome meines Körpers einen Namen: Endometriose. Einen Namen, den ich am Anfang nicht einmal aussprechen konnte. Ich wusste auch nicht, dass sich ab diesem Moment mein ganzes Leben verändern würde.
Standort: 12. Mai 2020 – Frauenklinik
Aufgrund von Corona musste ich zu diesem Termin alleine gehen – und auch zu allen weiteren danach.
Es war eigentlich wie immer: Hose aus, Schlüpfer aus, auf den Stuhl und Beine breit. Die Standarduntersuchung beim Frauenarzt. Nur heute war es anders.
Eine Untersuchung, die ich in den letzten Wochen so häufig hatte – und immer kam die gleiche Antwort:„Alles ist in Ordnung.“
Aber diesmal war alles anders.
Der Gynäkologe hatte keine zwei Minuten mit dem Ultraschall in meine Vulva geschaut und sagte:„Sie haben höchstwahrscheinlich Endometriose.“
Er erklärte mir einige Anzeichen und zeigte sie mir auf dem Ultraschallbild. Nach der Untersuchung sagte er, dass ich operiert werden müsse – eine „kleine“, ambulante Operation: eine Bauchspiegelung.
Danach fing er an, mir vieles über die Krankheit Endometriose zu erzählen. Doch bei mir blieben nur drei Worte hängen:
UNFRUCHTBARUNHEILBARCHRONISCH KRANK
Der Arzt redete weiter, aber ich sah nur noch seine Lippen, die sich bewegten. Ich war einfach nur froh, als er fertig war und ich den Termin für meine „kleine ambulante Operation“ bekam.
Standort: 12. Mai 2020 – Parkplatz im Auto
Mit einer Menge Papierkram, einem Haufen Fragen, vielen Gedanken und Tränen in den Augen steuerte ich das Auto meines Freundes auf den Parkplatz.
Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte.Dabei, dass ich vielleicht keine Kinder bekommen kann?Dass Endometriose unheilbar ist?Dass ich chronisch krank bin?Dass ich operiert werden muss und meine Eierstöcke nicht gut aussehen? Ich habe nichts gesagt.Ich habe nur geweint – geweint wie noch nie.
Mein Freund nahm mich in den Arm und tröstete mich. Auch er verstand die Welt nicht mehr, aber er sagte:
„Wir schaffen das.“
Standort: 12. Mai 2020 – Zuhause
Nach der Nachricht im Krankenhaus ging es direkt nach Hause – zuerst zu meiner Mama und danach zu den Eltern meines Freundes. Es wurde viel geweint und viel geredet. Eine Freundin kam direkt vorbei, um mich aufzumuntern und mir zu sagen, dass alles gut wird. Es war ein sehr anstrengender und trauriger Tag.Dabei wollte ich doch immer nur wissen, was mit meinem Körper los ist.
Nun hatte ich endlich eine Antwort:
ENDOMETRIOSE
Standort: 12. Mai 2020 – am Handy
Mein Handy hat in dieser Nacht geglüht.Ich habe das Wort Endometriose gefühlt 2.576 Mal gegoogelt. Ich habe Artikel gelesen, schlimme Bilder gesehen, mir Panik gemacht und noch mehr geweint. Ich hatte so viele offene Fragen – und keine Antworten. Alles, was ich über die Krankheit gefunden habe, hat nur noch mehr Fragen aufgeworfen. Ja, der 12. Mai 2020 hat alles verändert:mein Leben, meine Persönlichkeit, meine Zukunft und meinen Lifestyle. Rückblickend stelle ich heute, am 29. Juli 2021, fest, dass nicht alles an diesen Veränderungen schlecht war.
CIAO KAKAO
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